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Japanische Automarken

Stand: 16 Quellen

Kurz gesagt

Japanische Automarken stammen aus Japan, doch Eigentümer, Allianzen und Verkaufsangebote unterscheiden sich stark. Lexus gehört zu Toyota; Mazda ist ein eigenständiger Hersteller, an dem Toyota eine Minderheitsbeteiligung hält. Ein Modell auf einer internationalen Website heißt noch nicht, dass es in Deutschland, Österreich oder der Schweiz als Neuwagen angeboten wird.

Silberner Kompaktwagen und kleiner kastenförmiger Wagen auf einem Parkplatz vor Hochhäusern.

Die folgende Übersicht trennt Marke, Hersteller, Beteiligung und Allianz. Die Angaben zu Eigentums- und Marktverhältnissen gelten für Oktober 2026. Fehlt ein aktueller Beleg für ein Land, steht das dabei.

Hersteller, Marken und Allianzen

Toyota, Honda, Nissan, Mazda, Subaru, Mitsubishi Motors und Suzuki sind eigenständige japanische Herstellerunternehmen. Lexus und Infiniti sind Premiummarken von Toyota beziehungsweise Nissan. Daihatsu ist ein eigenständiger Hersteller im vollständigen Besitz von Toyota, dessen regulärer Neuwagenvertrieb in Europa beendet wurde.

Beteiligungen sind nicht gleichbedeutend mit vollständigem Besitz. Toyota hält Anteile an Subaru, Mazda und Suzuki, aber die drei Unternehmen bleiben eigenständige Hersteller. Nissan und Mitsubishi Motors arbeiten in einer Allianz zusammen. Eine Allianz ist eine Vereinbarung zur Kooperation, kein gemeinsamer Konzern mit einem einzigen Eigentümer.

Auch das Verkaufsangebot ist je Land verschieden. Für einen Modellnamen sollte deshalb stets geprüft werden, ob er in der jeweiligen Landesauswahl als bestellbarer Neuwagen, als Restbestand oder nur in einem internationalen Modellkatalog erscheint.

Was gilt als japanische Automarke?

Als japanische Automarke gilt hier eine Marke mit japanischem unternehmerischem Ursprung. Das sagt zunächst weder aus, wo ein bestimmtes Auto gebaut wird, noch wem die Marke heute gehört. Ein Fahrzeug kann in einem anderen Land produziert werden, während seine Marke weiterhin japanischen Ursprung hat.

Vier Begriffe helfen bei der Einordnung: Die Marke ist der Name am Fahrzeug. Das Herstellerunternehmen verantwortet die Fahrzeuge. Eine Beteiligung bedeutet, dass ein Unternehmen Anteile an einem anderen hält. Eine Allianz bezeichnet eine Zusammenarbeit, ohne die beteiligten Unternehmen zu einem einzigen Hersteller zu machen.

Zwei Fahrzeuge auf Hebebühnen mit sichtbarem Unterboden.

Gründungsjahr und Markenstart sind ebenfalls zu unterscheiden. Toyota Motor Corporation wurde 1937 gegründet; Lexus startete 1989 als Marke. Subaru nennt 1953 als Gründungsjahr des heutigen Unternehmens und 1917 als dessen historische Wurzeln.

Japanische Automarken im Überblick

Die Sitze in den folgenden Porträts beziehen sich auf die Herstellerunternehmen, sofern keine eigene Markenzentrale belegt ist. Die Modellbeispiele dienen der Orientierung und sind keine Garantie, dass jede Baureihe in allen drei Ländern erhältlich ist.

Toyota

Toyota Motor Corporation wurde 1937 gegründet und hat ihren Sitz in Toyota, Präfektur Aichi. Zu den bekannten Modellen zählen Yaris, Corolla, RAV4 und Land Cruiser. Lexus ist Toyotas Premiummarke; Daihatsu gehört vollständig zum Unternehmen. Toyota hält zudem Minderheitsanteile an Subaru, Mazda und Suzuki.

Lexus

Lexus startete 1989 als Premiummarke von Toyota. Ein eigenständiger Herstellerkonzern ist Lexus nicht; als Sitz lässt sich daher der Hauptsitz der Toyota-Muttergesellschaft in Toyota, Präfektur Aichi, angeben. Zu den Modellbeispielen gehören LBX, NX, RX und RZ. Die Lexus-Modellübersicht für Deutschland zeigt das dortige Angebot, das nicht automatisch mit dem österreichischen oder Schweizer Programm übereinstimmt.

Honda

Honda Motor Co. wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Tokio. Jazz, Civic, HR-V und CR-V sind Beispiele für die Pkw-Palette. Acura ist Hondas Premiummarke und vor allem in Nordamerika ausgerichtet. Honda und Nissan führten Gespräche über eine mögliche Unternehmensintegration; diese wurden 2025 beendet. Eine Fusion fand nicht statt, wie auch Associated Press berichtete.

Nissan

Nissan Motor Co. entstand 1933 und hat ihren Sitz in Yokohama. Juke, Qashqai und X-Trail gehören zu den bekannten Modellreihen. Nissan ist Teil der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz. Das bedeutet Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, aber keine Verschmelzung zu einem einheitlichen Hersteller. Die deutsche Nissan-Seite zeigt das lokale Modellangebot.

Infiniti

Infiniti startete 1989 als Premiummarke von Nissan. Der Mutterkonzern sitzt in Yokohama; einen gesonderten Sitz der Marke weist Nissan nicht aus. QX60 und QX80 sind Beispiele aus dem internationalen Angebot. Infiniti beendete den regulären Neuwagenvertrieb in Europa zum 31. März 2020. Die deutsche Infiniti-Seite informiert über Service, doch internationale Modellseiten belegen keinen lokalen Neuwagenverkauf.

Mazda

Mazda Motor Corporation wurde 1920 gegründet und hat ihren Sitz in Fuchū in der Präfektur Hiroshima. Mazda3, MX-5, CX-5 und CX-60 veranschaulichen die Modellpalette. Toyota hält eine Minderheitsbeteiligung an Mazda, Mazda bleibt aber ein eigenständiger Hersteller. Die Modellübersicht von Mazda Deutschland ist für das deutsche Angebot maßgeblich; Österreich und die Schweiz sollten separat geprüft werden.

Subaru

Subaru Corporation wurde 1953 gegründet und hat ihren Sitz in Tokio. Die Unternehmensgeschichte reicht bis 1917 zurück. Zu den Modellbeispielen zählen Forester, Crosstrek und Solterra. Toyota ist ein bedeutender Anteilseigner: Laut Subarus Aktionärsübersicht hielt Toyota zum 31. März 2026 21,46 Prozent der Aktien. Subaru bleibt dennoch ein eigenständiges Unternehmen. Das deutsche Angebot ist auf der Subaru-Modellseite zu sehen.

Mitsubishi Motors

Mitsubishi Motors wurde 1970 gegründet und hat ihren Sitz in Tokio. ASX, Outlander und L200 stehen für verschiedene Bereiche des Angebots. Mitsubishi Motors ist von anderen Unternehmen mit „Mitsubishi“ im Namen zu unterscheiden. Die Marke gehört außerdem zur Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz. In Deutschland zeigt die Mitsubishi-Modellübersicht das dortige Programm. In Österreich werden einzelne ältere Modelle nur noch als Tageszulassungen geführt, nicht als regulär bestellbare Neuwagen.

Suzuki

Suzukis Unternehmensgeschichte begann 1920 in Hamamatsu mit der Herstellung von Webstühlen. Heute gehören Swift, Vitara und S-Cross zu den bekannten Modellen. Toyota hält eine Minderheitsbeteiligung an Suzuki; daraus wird Suzuki nicht zu einer Toyota-Tochter. Die Unternehmensübersicht von Suzuki dokumentiert die Unternehmensgeschichte. Für Deutschland zeigt Suzuki außerdem die aktuellen Modellinformationen.

Daihatsu

Daihatsu wurde 1907 gegründet und hat ihren Sitz in Ikeda, Präfektur Osaka. Toyota übernahm das Unternehmen vollständig; Daihatsu besteht als Herstellerunternehmen weiter. Der reguläre Neuwagenvertrieb in Europa endete am 31. Januar 2013, wie Daihatsu in seiner Mitteilung zum Vertriebsende festhielt. Cuore, Sirion und Copen sind Beispiele für bekannte ältere Modelle, nicht für ein heutiges DACH-Neuwagenprogramm.

Weitere japanische Marken

Acura ist Hondas Premiummarke. Sie startete 1986 und ist vor allem auf Nordamerika ausgerichtet. Ein reguläres Neuwagenangebot von Acura in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist nicht belegt. Datsun gehört dagegen in die Geschichte von Nissan: Der Name wurde unter anderem für ältere Nissan-Fahrzeuge verwendet und ist kein reguläres aktuelles DACH-Neuwagenangebot.

Neben den Pkw-Marken gibt es japanische Hersteller für Nutzfahrzeuge, darunter Isuzu, Hino, Mitsubishi Fuso und UD Trucks. Wer sie mit Pkw-Marken vergleicht, sollte die Fahrzeugart mitberücksichtigen: Ihr Schwerpunkt liegt auf Lastwagen, Bussen oder leichten Nutzfahrzeugen. Für genaue aktuelle Eigentumsverhältnisse und Länderangebote ist eine eigene Prüfung der jeweiligen Herstellerseiten nötig.

Lieferlastwagen und Bus auf einem Betriebshof.

Angebot in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Tabelle ordnet den regulären Neuwagenvertrieb ein. „Nicht abschließend belegt“ bedeutet, dass für das betreffende Land keine verlässliche Angabe vorliegt. Es bedeutet nicht automatisch, dass dort keine Fahrzeuge verkauft werden.

Marke Typische Modelle Deutschland Österreich Schweiz
Toyota Yaris, Corolla, RAV4, Land Cruiser Ja Ja Ja
Lexus LBX, NX, RX, RZ Ja Ja Nicht abschließend belegt
Honda Jazz, Civic, HR-V, CR-V Ja Ja Nicht abschließend belegt
Nissan Juke, Qashqai, X-Trail Ja Ja Nicht abschließend belegt
Infiniti QX60, QX80 Kein regulärer Vertrieb Kein regulärer Vertrieb Kein regulärer Vertrieb
Mazda Mazda3, MX-5, CX-5, CX-60 Ja Ja Angebot und Modellpalette gesondert prüfen
Subaru Forester, Crosstrek, Solterra Ja Ja Nicht abschließend belegt
Mitsubishi Motors ASX, Outlander, L200 Ja Ja, teils nur Tageszulassungen Nicht abschließend belegt
Suzuki Swift, Vitara, S-Cross Ja Angebot gesondert prüfen Ja
Daihatsu Cuore, Sirion, Copen als ältere Modelle Kein regulärer Vertrieb Kein regulärer Vertrieb Kein regulärer Vertrieb
Acura Integra Type S Kein reguläres Angebot belegt Kein reguläres Angebot belegt Kein reguläres Angebot belegt

Ein Modell auf einer internationalen Herstellerseite ist nicht automatisch in einem DACH-Land bestellbar. Auch ein Landeskatalog kann ein Fahrzeug aufführen, das nur noch als Tageszulassung oder Restbestand erhältlich ist. Das zeigt etwa die österreichische Mitsubishi-Seite. Infiniti wiederum nennt auf seiner deutschen Seite Serviceleistungen, obwohl der reguläre Neuwagenvertrieb in Europa eingestellt ist.

Logos und Namen erkennen

Logos helfen beim Erkennen einer Marke, erklären aber nicht zuverlässig die Eigentümerstruktur. Toyotas Zeichen besteht aus überlagerten Ovalen, Lexus verwendet ein stilisiertes „L“ in einem Oval, Hondas Pkw-Logo ein „H“ in einem Rahmen. Subaru zeigt Sterne, Mitsubishi drei Rauten und Suzuki ein stilisiertes „S“. Bei Infiniti ist ein zweigeteiltes, nach oben zulaufendes Zeichen zu sehen. Diese Beschreibungen beziehen sich auf sichtbare Formen; sie belegen keine bestimmte Symbolbedeutung. Historische Varianten können davon abweichen.

Kernaussagen

  • Trennen Sie Marke und Hersteller: Lexus ist Toyotas Premiummarke, während Mazda und Subaru eigenständige Hersteller mit Toyota-Beteiligung sind.
  • Unterscheiden Sie Beteiligung und Allianz: Anteile an einem Unternehmen machen es nicht automatisch zur Tochter; eine Allianz ist keine Fusion.
  • Prüfen Sie das jeweilige Land: Ein international gezeigtes Modell beweist nicht, dass es in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Neuwagen bestellbar ist.
  • Kennzeichnen Sie eingestellte Vertriebe: Infiniti und Daihatsu haben ihren regulären Neuwagenvertrieb in Europa beendet; Gebrauchtwagen und Service sind davon zu unterscheiden.

Häufige Fragen

Gehören Subaru, Mazda und Suzuki zu Toyota?

Toyota hält Anteile an allen drei Herstellern. Subaru, Mazda und Suzuki bleiben eigenständige Unternehmen und sind keine hundertprozentigen Toyota-Töchter.

Ist Lexus ein eigener Autohersteller?

Lexus ist eine Premiummarke von Toyota. Der Markenstart 1989 ist von der Gründung der Toyota Motor Corporation im Jahr 1937 zu unterscheiden.

Haben Honda und Nissan fusioniert?

Nein. Die Gespräche über eine Unternehmensintegration endeten 2025. Die beiden Unternehmen wurden dadurch nicht zu einem gemeinsamen Konzern.

Kann ich Infiniti oder Daihatsu noch neu kaufen?

Regulär nicht. Infiniti und Daihatsu betreiben keinen regulären Neuwagenvertrieb mehr in Europa. Gebrauchtwagen, Restbestände, unabhängige Importe und Serviceangebote sind davon getrennt zu betrachten.