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Silberner Kompaktwagen, blauer Kombi und grünes SUV nebeneinander auf einem gepflasterten Platz, dahinter ein See im Herbst.

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Neuzulassungen in Deutschland von Januar bis September 2026 laut Kraftfahrt-Bundesamt.

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Auch historische und internationale Namen finden Sie im Automarkenverzeichnis von A bis Z.

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Der Überblick

Marke, Herkunft und Konzern trennen

Wer Automarken vergleicht, sollte drei Fragen getrennt beantworten: Wo entstand die Marke? Welches Unternehmen kontrolliert sie heute? Und welche Modelle verkauft sie im jeweiligen Land? Nach Übernahmen oder Gemeinschaftsunternehmen fallen diese Antworten häufig unterschiedlich aus.

Die Herkunft beschreibt den historischen Ursprung und die über Jahre gewachsene Identität einer Marke. Der Hersteller oder Konzern ist das Unternehmen, das die Marke heute führt oder kontrolliert. Das Modellangebot umfasst die Fahrzeuge und Antriebe, die auf einem bestimmten Markt tatsächlich bestellbar sind.

Volvo verdeutlicht den Unterschied: Volvo ist eine schwedische Marke, während Volvo Cars zum Umfeld der chinesischen Geely Holding gehört. Geely führt Volvo Cars in seiner Markenübersicht. Die schwedische Herkunft bleibt Teil der Markenidentität, obwohl die heutige Konzernzugehörigkeit nach China verweist.

Für Eigentümerverhältnisse und das deutsche Neuwagenangebot gilt der Stand vom 25. Oktober 2026. In Österreich und der Schweiz können Vertrieb, Modellpalette und Bestellbarkeit abweichen. Für eine klare Einordnung helfen deshalb immer drei Angaben: historische Herkunft, heutiger Eigentümer und aktuelles Angebot im jeweiligen Land.

Die Anfänge des Automobils

Das moderne benzinbetriebene Automobil erhielt 1886 entscheidende Impulse. Carl Benz meldete am 29. Januar seinen dreirädrigen Motorwagen zum Patent an. Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach entwickelten im selben Jahr unabhängig davon eine motorisierte vierrädrige Kutsche.

Dampfwagen fuhren bereits früher, und auch Elektrofahrzeuge gab es schon. Benz, Daimler und Maybach prägten daher die frühe Entwicklung des Benzinautos, nicht die Erfindung aller selbstfahrenden Fahrzeuge. Mercedes-Benz beschreibt Benz’ Patentschrift als Meilenstein der Automobilgeschichte.

Marken aus mehreren Anfängen

Große Automarken entstanden auf unterschiedlichen Wegen. BMW baute zunächst Flugmotoren und bot erst Ende der 1920er-Jahre Pkw an. 1932 schlossen sich Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union zusammen. Die vier Marken behielten zunächst ihre eigenen Namen und prägten damit die spätere Geschichte von Audi.

Andere Hersteller gründeten Marken für bestimmte Märkte oder Fahrzeugklassen. Toyota führte Lexus 1989 als Premiummarke ein. Hyundai etablierte Genesis 2015 als eigenständige globale Marke. VinFast wurde 2017 in Vietnam gegründet und gehört zum breit aufgestellten Unternehmen Vingroup.

Markengeschichte und Logos

Die vier Ringe im Audi-Zeichen stehen für Audi, DKW, Horch und Wanderer, die Marken der Auto Union. Das Logo erinnert damit direkt an den Zusammenschluss von 1932.

BMW erklärt die blauen und weißen Felder im Markenzeichen mit den Farben Bayerns. Die verbreitete Deutung als Propeller geht auf eine spätere Werbedarstellung zurück und erklärt nicht den ursprünglichen Entwurf. Die BMW Group dokumentiert diese Unterscheidung in ihrer Unternehmensgeschichte.

Mercedes-Benz verbindet den dreizackigen Stern mit Gottlieb Daimlers Ziel, Motoren für Land, Wasser und Luft zu bauen. Das schwarze Pferd von Ferrari geht auf das Abzeichen des italienischen Piloten Francesco Baracca zurück, das Enzo Ferrari später als Markenzeichen übernahm. Das Museum Francesco Baracca dokumentiert die Überlieferung des Pferdemotivs.

Automarken nach Konzernen

Für die Eigentümerstruktur ist der Unterschied zwischen Konzern, Allianz und Gemeinschaftsunternehmen wichtig. Ein Konzern besitzt oder führt mehrere Marken. In einer Allianz bleiben die beteiligten Hersteller rechtlich eigenständig und arbeiten in bestimmten Bereichen zusammen. Gemeinsame Plattformen oder eine Minderheitsbeteiligung reichen daher nicht für eine Konzernzuordnung.

Die Volkswagen Group führt unter anderem Volkswagen, Audi, Škoda, SEAT, CUPRA, Porsche, Bentley und Lamborghini. Zur BMW Group gehören BMW, MINI und Rolls-Royce. Seit dem 1. Januar 2026 führt sie auch BMW ALPINA als eigenständige Marke. Stellantis bündelt unter anderem Opel, Peugeot, Citroën, Fiat, Jeep, Alfa Romeo, DS Automobiles und Maserati.

Die Renault Group führt Renault, Dacia und Alpine. Davon getrennt ist die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz: Renault, Nissan und Mitsubishi bleiben eigenständige Unternehmen. Sie entwickeln teilweise gemeinsam und nutzen gemeinsame Technik, gehören aber nicht als Marken zu einem einheitlichen Konzern.

Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen

smart gehört je zur Hälfte der Mercedes-Benz Group und der Zhejiang Geely Holding. Die Marke ist damit ein Gemeinschaftsunternehmen und keinem der beiden Konzerne allein zugeordnet.

Auch bei Geely lohnt sich ein Blick auf die genaue Eigentümerstruktur. Zum Unternehmensumfeld zählen Geely, Volvo Cars, Polestar, Lotus, Zeekr und Lynk & Co. Die Marken haben jedoch unterschiedliche Gesellschaften, Anteilseigner und Beteiligungsverhältnisse. Die Unternehmensübersicht von Geely Holding ordnet die Geschäftsbereiche ein.

Jaguar und Land Rover sind britische Marken von JLR. JLR gehört zu Tata Motors Passenger Vehicles im indischen Tata-Konzern. Herkunft und heutiger Eigentümer einer Marke können somit deutlich auseinanderfallen.

Leapmotor ist ein weiterer Sonderfall. Stellantis und Leapmotor betreiben Leapmotor International als Gemeinschaftsunternehmen für Märkte außerhalb Großchinas. Stellantis hält 51 Prozent, Leapmotor 49 Prozent. Das Gemeinschaftsunternehmen besitzt weitreichende Vertriebs- und Produktionsrechte, doch Leapmotor gehört nicht vollständig zu Stellantis. Details nennt die Mitteilung zur Gründung von Leapmotor International.

Bei Bugatti, Aston Martin, McLaren, KGM und Mahindra sollten Eigentümer und Beteiligungen jeweils einzeln geprüft werden. Eine technische Kooperation oder Minderheitsbeteiligung reicht nicht für eine eindeutige Konzernzuordnung.

Automarken nach Herkunft

Die Herkunft einer Automarke zeigt, wo sie entstand. Der heutige Eigentümer zeigt, welcher Konzern sie führt. Bei vielen Marken sind das verschiedene Länder. Die Positionierungen in der Tabelle dienen nur zur Orientierung und sind keine amtlichen Fahrzeugklassen. Angebot und Bestellbarkeit können in Österreich und der Schweiz abweichen.

Herkunft Marken und typische Positionierung Heutiger Hersteller oder Konzern Deutsches Neuwagenangebot
Deutschland Volkswagen (Volumen), Audi, BMW und Mercedes-Benz (Premium), Porsche (Sportwagen), Opel (Volumen), smart (elektrisch) Volkswagen Group; BMW Group; Mercedes-Benz Group; Opel gehört zu Stellantis. smart gehört zum Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes-Benz und Geely. Regulär vertreten
Tschechien Škoda (Volumen) Volkswagen Group Regulär vertreten
Spanien SEAT (Volumen), CUPRA (sportlich) Volkswagen Group Regulär vertreten
Rumänien Dacia (preisorientiert) Renault Group Regulär vertreten
Italien Fiat, Abarth, Alfa Romeo, Lancia, Maserati; Lamborghini; Ferrari Stellantis; Lamborghini gehört zur Volkswagen Group, Ferrari ist eigenständig. Je nach Marke und Modell
Frankreich Renault, Alpine; Peugeot, Citroën, DS Automobiles; Bugatti Renault Group; Stellantis. Die Eigentümerstruktur von Bugatti gesondert prüfen. Regulär, je nach Marke
Großbritannien MINI, Bentley, Rolls-Royce, Jaguar, Land Rover, Lotus, Aston Martin, McLaren, MG BMW Group; Volkswagen Group; JLR gehört zu Tata Motors Passenger Vehicles, Lotus zum Geely-Umfeld, MG zu SAIC. Jaguar befindet sich im Modellwechsel; Verfügbarkeit prüfen.
Schweden Volvo Cars (Premium), Polestar (elektrisches Premium) Geely-Unternehmensumfeld Regulär vertreten
USA Ford, Jeep, Dodge, Ram, Chrysler, Tesla, Cadillac, Chevrolet, Lucid Ford, Tesla und Lucid sind eigenständig; Stellantis; General Motors Cadillac und Chevrolet nicht mit früheren deutschen Vertriebsjahren gleichsetzen.
Japan Toyota, Lexus, Nissan, Mitsubishi, Mazda, Honda, Suzuki, Subaru, Isuzu Toyota Motor Corporation; Nissan und Mitsubishi sind Allianzpartner; weitere Hersteller eigenständig Daihatsu beendete den europäischen Vertrieb 2013, Infiniti den westeuropäischen 2020.
Südkorea Hyundai, Kia, Genesis, KGM Hyundai Motor Group; KG-Unternehmensumfeld Genesis-Angebot prüfen
China BYD, Geely, Zeekr, Lynk & Co, Nio, XPeng, Leapmotor, Maxus, Omoda, Jaecoo, ORA, WEY, Deepal, Avatr Unterschiedliche Gruppen: Geely, SAIC, Chery, Great Wall Motor und Changan Vertriebsstatus einzelner Marken prüfen
Indien Tata, Mahindra Eigenständige Hersteller; Tata kontrolliert JLR Kein reguläres breites Pkw-Angebot
Vietnam VinFast (Elektroautos) Vingroup-Unternehmensumfeld Vertriebsstatus prüfen

Die Markenportfolios der Volkswagen Group, von Stellantis und der Renault Group zeigen die großen Konzernzuordnungen. Bei kleineren Herstellern, Gemeinschaftsunternehmen und chinesischen Marken sollten Käufer Beteiligungen vor einer Kaufentscheidung anhand aktueller Unternehmensangaben prüfen.

Herkunft und Eigentümer getrennt prüfen

  • Herkunft, Unternehmenssitz und Eigentümerland können verschieden sein.
  • Die Konzernzugehörigkeit sagt nichts über das aktuelle deutsche Modellangebot aus.
  • MG, Polestar und Lynk & Co zeigen, wie internationale Entwicklung und Eigentümerstrukturen die Herkunftsangabe überlagern.

Marktsegmente von Automarken

Volumen, Premium, Luxus und Sportwagen beschreiben die Marktposition einer Automarke. Sie sind keine amtlichen Fahrzeugklassen und sagen für sich nichts über Qualität oder Zuverlässigkeit eines einzelnen Modells aus.

Volumenmarken wie Volkswagen, Renault, Toyota und Hyundai bieten meist eine breite Modellpalette für unterschiedliche Käufergruppen. Das Angebot reicht häufig vom Kleinwagen bis zum SUV oder Familienauto.

Premiumhersteller wie Audi, BMW, Mercedes-Benz, Volvo und Lexus positionieren ihre Fahrzeuge über höhere Preise, umfangreichere Ausstattung, Technik und Markenauftritt. Luxusmarken wie Rolls-Royce und Bentley setzen zusätzlich auf geringe Stückzahlen, Exklusivität und weitreichende Individualisierung. Bei Sportwagenmarken stehen Leistung und Fahrdynamik im Vordergrund; dazu zählen etwa Porsche, Ferrari, Lamborghini, Lotus und Alpine.

Der Begriff Elektromarke beschreibt vor allem das Antriebsangebot. Tesla, Polestar, Nio und Lucid konzentrieren sich auf batterieelektrische Pkw. Daraus folgt keine feste Preis- oder Qualitätsklasse: Ein Elektroauto kann ein günstiger Kleinwagen, ein Premium-SUV oder ein Luxusfahrzeug sein.

Markenpositionierung und Fahrzeugklasse

Fahrzeugklassen ordnen Autos vor allem nach Größe, Karosserieform und Einsatzzweck ein. Der ADAC nutzt dafür eigene Größenklassen. Eine Premiummarke kann deshalb ebenso Kleinwagen wie Limousinen und SUV bauen. Eine Sportwagenmarke kann neben Coupés auch viertürige Familienfahrzeuge oder SUV anbieten.

Die Begriffe überschneiden sich. Ein Modell kann gleichzeitig elektrisch, sportlich und im Premiumsegment positioniert sein. Für die Kaufentscheidung zählen deshalb das konkrete Fahrzeug, seine Ausstattung, der Preis sowie unabhängige Tests und Zuverlässigkeitsdaten. Der Segmentname beschreibt die Ausrichtung einer Marke, kein allgemeingültiges Qualitätsurteil.

Fahrzeugklassen

Fahrzeugklassen ordnen Pkw vor allem nach Größe, Platzangebot und Einsatzbereich ein. Karosserieform und Preis sind davon getrennt: Ein Kombi kann zur Mittelklasse gehören, ein SUV klein oder groß sein. Die Grenzen unterscheiden sich je nach Testsystem und Marktstatistik. Auch die rechtlichen Fahrzeugklassen für Zulassung und Vorschriften folgen einer eigenen Einteilung.

Vom Kleinstwagen zur Oberklasse

Größenklasse Typische Beispiele Einordnung
Kleinstwagen Hyundai i10, Fiat 500 Kleine Fahrzeuge für Stadt und kurze Strecken
Kleinwagen Opel Corsa, Peugeot 208 Kompakte Alltagsautos
Kompaktklasse Volkswagen Golf, BMW 1er Vielseitige Fahrzeuge für Alltag und längere Fahrten
Mittelklasse Volkswagen Passat, BMW 3er Mehr Platz und Komfort auf längeren Strecken
Obere Mittelklasse Audi A6, Mercedes-Benz E-Klasse Große, komfortorientierte Fahrzeuge
Oberklasse BMW 7er, Mercedes-Benz S-Klasse Große Limousinen mit umfangreicher Komfortausstattung

Die Einteilung orientiert sich grob an der Klassensystematik des ADAC. Die genannten Modelle dienen nur zur Einordnung. Vor einem Kauf sollten Interessierte die aktuelle deutsche Preisliste und den Konfigurator des Herstellers prüfen.

SUV in mehreren Größen

SUV sind ein Fahrzeugtyp, der mehrere Größenklassen umfasst. Kleine SUV sind etwa Ford Puma, Opel Mokka und Volkswagen T-Cross. BMW X1, Nissan Qashqai und Ford Kuga zählen zu den kompakten SUV. Modelle wie BMW X3, Volvo XC60 und Toyota RAV4 sind größer. BMW X5, Mercedes-Benz GLE und Kia EV9 gehören zu den großen SUV. BMW X7, Mercedes-Benz GLS und Range Rover stehen für besonders große Premium-SUV; Bentley Bentayga und Rolls-Royce Cullinan für Luxus-SUV.

Die Größe sagt nichts über den Antrieb oder Allradantrieb aus. Ein SUV kann einen Benzin-, Diesel-, Hybrid- oder Elektroantrieb haben und nur die Vorderachse antreiben.

Weitere Karosserieformen

Eine Limousine hat meist einen klar abgesetzten Kofferraum. Beim Schrägheck öffnet die Heckklappe zusammen mit der Heckscheibe. Ein Kombi verlängert das Dach nach hinten und schafft zusätzlichen Laderaum. Coupés haben meist eine flache Dachlinie. Cabriolets besitzen ein öffnungsfähiges Dach, Roadster sind meist offene Zweisitzer.

Offener Kofferraum eines Kombis mit zwei Koffern und einem zusammengeklappten Kinderwagen.

Vans bieten viel Innenraum. Hochdachkombis verbinden hohe Dächer mit einem praktischen Laderaum. Pick-ups haben eine offene Ladefläche. Geländewagen sind für Fahrten abseits befestigter Straßen ausgelegt.

Wichtig für den Vergleich: Größe, Karosserieform, Antrieb und Preis getrennt bewerten. Ein kleines Premiumauto kann teurer sein als ein größeres Volumenmodell.

Antriebe nach Modell

Das Antriebsangebot hängt von der Baureihe ab. Eine Marke kann parallel Benziner, Hybride und Elektroautos verkaufen, doch nicht jedes Modell gibt es mit jeder Antriebsart. Die Beispiele beziehen sich auf den deutschen Markt. Für das aktuelle deutsche Angebot sind die Preislisten und Konfiguratoren der Hersteller maßgeblich. In Österreich und der Schweiz können Angebot und Bestellbarkeit abweichen.

Verbrenner und Hybrid

Benziner verbrennen Ottokraftstoff, Dieselmotoren Dieselkraftstoff. Bei einem Mildhybrid unterstützt ein kleines Elektrosystem den Verbrennungsmotor, etwa beim Anfahren und Beschleunigen. Ob kurze elektrische Fahranteile möglich sind, hängt vom System ab: Audis MHEV plus erlaubt sie beispielsweise. Mildhybride werden nicht extern geladen.

Ein Vollhybrid fährt je nach Situation auch kurze Strecken elektrisch. Seine Batterie lädt sich während der Fahrt durch die Rückgewinnung von Bremsenergie und über den Verbrennungsmotor. Mild- und Vollhybride benötigen normalerweise keinen Ladeanschluss.

Ein Plug-in-Hybrid kombiniert Verbrennungs- und Elektromotor mit einer extern ladbaren Batterie. Volkswagen führt solche Varianten beispielsweise für Golf, Tiguan, Tayron und Passat.

Modellbeispiel Antrieb
Volkswagen Golf eHybrid Plug-in-Hybrid
BMW X5 50e xDrive Plug-in-Hybrid
Toyota Yaris Cross Vollhybrid
Škoda Elroq batterieelektrisch
BYD Seal U DM-i Plug-in-Hybrid

Die Tabelle ordnet konkrete Modelle zu, statt einer ganzen Marke pauschal einen Antrieb zuzuschreiben. Der BMW X5 50e xDrive ist als Plug-in-Hybrid ausgewiesen; der BYD Seal U ist auch als Plug-in-Hybrid erhältlich.

LPG, auch Autogas, ist eine Nischenoption. Dacia bietet einzelne Modelle mit Benzin- und LPG-Antrieb an. Wasserstoff-Pkw erzeugen mit einer Brennstoffzelle Strom aus Wasserstoff; ihr Angebot in Deutschland ist klein. Bei einem Range Extender treiben Elektromotoren die Räder an, während ein zusätzlicher Verbrennungsmotor Strom erzeugt.

Batterieelektrische Modelle

Batterieelektrische Autos fahren mit Elektromotoren und speichern die Energie in einer extern ladbaren Batterie. Beispiele sind MINI Aceman, Škoda Elroq und Enyaq, Kia EV3 und EV6, Hyundai Ioniq 5, Volvo EX30 und EX90 sowie Tesla Model Y.

Tesla, Polestar, Nio und Lucid konzentrieren ihr Pkw-Angebot auf batterieelektrische Fahrzeuge. Andere Hersteller bieten innerhalb einer Baureihe oder Marke mehrere Antriebsarten an. Chinesische Marken bilden ebenfalls keine einheitliche Gruppe: BYD verkauft neben Elektroautos auch Plug-in-Hybride wie den Seal U DM-i.

Antrieb und tatsächlicher Verbrauch

Beim Plug-in-Hybrid bestimmt das Ladeverhalten den Kraftstoffverbrauch stark. Wer die Batterie regelmäßig lädt und viele kurze Strecken elektrisch fährt, nutzt den Verbrennungsmotor seltener. Ohne regelmäßiges Laden bewegt das Fahrzeug zusätzlich zur Verbrennertechnik eine schwere Batterie.

Ein Mann steckt das Ladekabel an der Seite eines silbernen Kompaktwagens ein, die Wallbox hängt an der Carportwand.

Eine Untersuchung von Fraunhofer ISI und ICCT aus dem Jahr 2022 ermittelte bei den untersuchten Fahrzeugen im realen Betrieb deutlich höhere Verbrauchswerte als die damaligen offiziellen Angaben. Das Ergebnis gilt für die untersuchte Fahrzeug- und Nutzergruppe, nicht als Messwert für jedes Modell des Jahres 2026. WLTP-Werte und persönliche Praxisverbräuche sollten deshalb getrennt betrachtet werden.

Markteintritte und Vertriebsenden

Der deutsche Neuwagenmarkt hat sich um mehrere Marken erweitert. Dabei sind Ankündigung, Bestell- oder Verkaufsbeginn und erste Kundenauslieferungen getrennte Zeitpunkte. Die folgenden Angaben beziehen sich auf Deutschland und haben den Stand Oktober 2026.

Jüngere Markteintritte

BYD stellte sein deutsches Händlernetz im Oktober 2022 vor. XPeng begann im Mai 2024 mit dem Verkauf in Deutschland. Leapmotor nannte Deutschland als Startmarkt für September 2024. Den Vertrieb außerhalb Großchinas organisiert Leapmotor International, ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem Stellantis 51 Prozent hält. Leapmotor bleibt eine eigenständige Marke. (BYD, XPeng, Stellantis)

Deepal, Geely, Omoda, Jaecoo und Zeekr erscheinen in der KBA-Modellstatistik für September 2026. Die Einträge belegen Neuzulassungen in Deutschland, nennen aber keinen verlässlichen Zeitpunkt für den Verkaufsstart.

Marken mit beendetem Vertrieb

Infiniti beendete den Neuwagenvertrieb in Westeuropa im März 2020. Für bestehende Fahrzeuge bietet die Marke weiterhin bestimmte Service-, Wartungs- und Garantieleistungen an. Daihatsu stellte den europäischen Neuwagenvertrieb zum 31. Januar 2013 ein. Beide Entscheidungen betreffen Europa und bedeuten kein weltweites Ende der jeweiligen Marke. (Infiniti Europa)

Der ADAC kennzeichnet den deutschen Vertrieb von Aiways als eingestellt. HiPhi verschwand nach einem kurzen Marktauftritt wieder aus dem deutschen Angebot. Beide Fälle belegen keinen endgültigen weltweiten Markenrückzug. (ADAC: chinesische Automarken)

Jaguar gehört nicht in diese Gruppe. JLR kündigte im Geschäftsbericht 2026 die Vorstellung eines neuen Jaguar-Serienfahrzeugs für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2026/27 an. (JLR-Geschäftsbericht 2026)

Häufige Fragen

Wie prüfe ich Herkunft, Eigentümer und Angebot einer Automarke?

Trennen Sie die historische Herkunft vom heutigen Eigentümer. Volvo ist eine schwedische Marke im Geely-Unternehmensumfeld, MINI ist britischen Ursprungs und gehört zur BMW Group. Für den Fahrzeugkauf zählt zusätzlich, welche Modelle und Antriebe die Marke im jeweiligen Land anbietet.

Welche Pkw-Marken gehören zur Volkswagen Group?

Zum Pkw-Portfolio gehören Volkswagen, Audi, Škoda, SEAT, CUPRA, Porsche, Bentley und Lamborghini. Volkswagen Nutzfahrzeuge und Ducati gehören ebenfalls zum Konzern, sind aber keine Pkw-Marken. Die Volkswagen Group führt ihre Marken im Unternehmensprofil auf.

Ist ein Hybrid ein Elektroauto?

Ein Hybrid kombiniert Verbrennungs- und Elektromotor. Plug-in-Hybride lassen sich extern laden. Batterieelektrische Autos fahren ausschließlich mit Strom aus einer extern geladenen Batterie.

Sind chinesische Automarken grundsätzlich reine Elektromarken?

Nein. BYD bietet neben batterieelektrischen Modellen auch den Plug-in-Hybrid Seal U DM-i an. Prüfen Sie deshalb den Antrieb des einzelnen Modells und den deutschen Modellkatalog, statt ihn aus der Herkunft der Marke abzuleiten.

Was bedeutet es, wenn eine Marke den Vertrieb in Deutschland beendet?

Ein Vertriebsende in Deutschland oder Europa bedeutet nicht automatisch, dass die Marke weltweit eingestellt wird. Infiniti beendete 2020 den Neuwagenvertrieb in Westeuropa, bietet dort aber weiterhin bestimmte Service-, Wartungs- und Garantieleistungen an.