Mitsubishi: Welcher Antrieb passt zum Alltag?
ASX, Grandis, Eclipse Cross und Outlander vergleichen. Mit vier datierten Preisaktionen, Lademöglichkeiten und den Grenzen des Garantiepakets.

Wer in Deutschland einen Mitsubishi kaufen will, vergleicht derzeit meist vier SUV-Modelle: ASX, Grandis, Eclipse Cross und Outlander. Sie unterscheiden sich vor allem beim Platz und beim Laden. ASX und Grandis bieten unter anderem Vollhybride ohne Steckdose, der Eclipse Cross fährt rein elektrisch, und der Outlander ist ein Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb.
Entscheidend sind deshalb zuerst die täglichen Strecken, ob ein Ladeplatz zur Verfügung steht und wie viel Platz Passagiere und Gepäck brauchen. Die genannten Aktionspreise gelten nur unter bestimmten Bedingungen. Garantie und einzelne technische Angaben prüfen Sie am besten in den Unterlagen zur konkreten Ausführung.
Vier Mitsubishi-SUV im Vergleich
Für kompakte Ansprüche kommen ASX und Grandis infrage, wenn ein SUV mit Benzinmotor und Hybridunterstützung gesucht wird. Der ASX ist die kompaktere Baureihe; der Grandis bietet einen variablen Gepäckraum. Wer regelmäßig laden und elektrisch fahren möchte, prüft den Eclipse Cross. Der Outlander passt als Ausgangspunkt, wenn ein Plug-in-Hybrid und Allrad gewünscht sind.
Mitsubishi Motors ist eine japanische Automarke. Die Zusammenarbeit mit Renault bei einzelnen europäischen Modellen ist davon zu unterscheiden: Eine gemeinsame technische Plattform oder Fertigung sagt für sich allein weder etwas über die Eigentümerstruktur noch über die genaue Ausstattung eines Mitsubishi aus. Auch der Produktionsort hängt vom Modell ab. Für den konkreten Produktionsort ist die jeweilige Baureihe zu prüfen. Für den Kauf zählen daher die deutschen Fahrzeugunterlagen und die konkrete Ausführung, nicht allein Herkunft oder Markenname.
Die Modellübersicht nennt am 25. Oktober 2026 folgende Brutto-Aktionspreise und die zugehörigen UPE vor Rabatt:
Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.
| Konkrete Ausführung | Aktionspreis | UPE vor Rabatt |
|---|---|---|
| ASX Diamant 1.2 Turbo, 115 PS, Sechsgang | 21.990 € | 25.390 € |
| Grandis Mildhybrid Diamant 1.3 Turbo, 140 PS, Sechsgang | 24.990 € | 29.390 € |
| Eclipse Cross Diamant PLUS, 87 kWh, 11-kW-Lader | 41.490 € | 47.990 € |
| Outlander Plug-in Hybrid Diamant 4WD | 39.990 € | 49.990 € |
Laut deutscher Modellübersicht gelten die Angebote ab Importlager und solange der Vorrat reicht. Überführungskosten kommen hinzu; je nach Lackierung entstehen weitere Aufpreise. Lassen Sie sich deshalb den Endpreis für das konkrete Fahrzeug schriftlich nennen. Ein möglicher staatlicher Zuschuss ist davon getrennt zu betrachten und hängt von den individuellen Voraussetzungen ab.
Aktuelle Mitsubishi-Modelle
Die deutsche Modellübersicht führt vier aktuelle Pkw-Baureihen. Der Colt ist dort nicht mehr als regulärer Neuwagen konfigurierbar. Der L200 wird als bevorstehender Pick-up beworben, ist also nicht wie die vier SUV als sofort verfügbares Pkw-Modell einzuordnen.
ASX für kompakte Ansprüche
Beim ASX stehen drei Antriebe zur Wahl. Der Turbobenziner mit 115 PS hat ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Mildhybrid mit 140 PS kombiniert einen Turbobenziner mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Ein Doppelkupplungsgetriebe schaltet über zwei Kupplungen die Gänge; der Fahrer muss dabei nicht selbst kuppeln. Der Vollhybrid mit 158 PS Systemleistung nutzt eine Multi-Mode-Automatik. Die ASX-Antriebsübersicht führt die Varianten und ihre offiziellen Verbrauchsangaben auf.
Ein Vollhybrid lädt seine Batterie während der Fahrt, etwa durch die Rückgewinnung von Bremsenergie. Ein Mildhybrid unterstützt den Verbrennungsmotor elektrisch, ist aber kein extern aufladbares Elektroauto. Achten Sie bei der Besichtigung neben dem Antrieb auf die tatsächliche Beinfreiheit hinten und darauf, ob Kinderwagen oder Gepäck in den Kofferraum passen.

Grandis für mehr Variabilität
Der Grandis ist mit einem Mildhybrid mit 140 PS und wahlweise Schaltgetriebe oder Doppelkupplungsgetriebe sowie mit einem 1,8-Liter-Vollhybrid mit 158 PS Systemleistung erhältlich. Beide eignen sich als Prüfoption, wenn kein regelmäßiges Laden an einer Steckdose geplant ist.
Mitsubishi nennt für den Gepäckraum bis zu 708 Liter mit vorgeschobener Rückbank und bis zu 1.682 Liter mit umgeklappten Sitzen. Die verfügbare Größe hängt davon ab, wie weit die Rückbank vorgeschoben ist. Prüfen Sie die Sitzposition mit den Mitfahrenden, bevor Sie den Kofferraumwert mit Ihrem Platzbedarf abgleichen. Die Technikangaben zum Grandis und die Informationen zum Gepäckraum beschreiben die jeweiligen Varianten und Bedingungen.
Eclipse Cross fährt elektrisch
Der aktuelle deutsche Eclipse Cross ist ein Elektroauto. Die Technikseite beschreibt eine Ausführung mit 87-kWh-Batterie, 160 kW beziehungsweise 218 PS und einer Reichweite von bis zu 627 Kilometern nach WLTP. WLTP ist ein standardisiertes Prüfverfahren für Verbrauch und Reichweite; der Wert ist kein Versprechen für die Reichweite auf jeder einzelnen Fahrt.
Laut Mitsubishi lässt sich das Fahrzeug mit 11 kW oder optional 22 kW Wechselstrom zu Hause oder an öffentlichen Ladepunkten laden. Die angekündigte zweite Batterievariante ist in den deutschen Angaben nicht eindeutig als aktuell bestellbar ausgewiesen. Lassen Sie sich deshalb Batteriegröße, Lader und Bestellbarkeit in einem aktuellen Angebot bestätigen, bevor Sie vergleichen. Die Eclipse-Cross-Technikseite enthält die Angaben zur dokumentierten Ausführung.
Outlander verbindet Strom und Allrad
Der Outlander ist ein Plug-in-Hybrid: Seine Batterie lässt sich extern laden, und der Wagen kann damit im Alltag elektrische Strecken zurücklegen. Das serienmäßige S-AWC-System verteilt die Antriebskraft auf alle vier Räder. Wie groß der praktische Nutzen des Plug-in-Antriebs ausfällt, hängt davon ab, wie oft Sie laden und wie weit Sie regelmäßig fahren.
Mitsubishi nennt einen gewichteten Benzinverbrauch von 2,6 bis 2,7 Litern je 100 Kilometer. Bei entladener Batterie liegt die veröffentlichte Angabe bei 6,8 bis 7,1 Litern je 100 Kilometer. Der gewichtete Wert bildet ein Nutzungsprofil mit geladenem Akku ab und ist nicht als Verbrauch bei dauerhaft entladener Batterie zu verstehen. Die deutsche Outlander-Modellseite nennt beide Werte. Da offizielle Angaben zum Stromverbrauch auf den Mitsubishi-Seiten voneinander abweichen, sollte für eine Kostenrechnung das aktuelle Datenblatt der angebotenen Ausführung maßgeblich sein.
Colt und L200 richtig einordnen
Der Colt ist laut deutscher Modellseite nicht mehr als regulärer Neuwagen konfigurierbar. Der Hersteller verweist auf mögliche Tages- oder Kurzzulassungen im Handel. Bei solchen Fahrzeugen sollten Sie Erstzulassung, Kilometerstand, Ausstattung und Beginn der Garantie am konkreten Angebot prüfen.
Der L200 ist als bevorstehender Pick-up angekündigt. Die deutsche Seite nennt einen Biturbo-Diesel mit 204 PS, fünf Sitzplätze und bis zu 3,5 Tonnen gebremste Anhängelast. Ein Liefertermin und ein deutscher Endpreis sind dort nicht belegt. Behandeln Sie ihn deshalb als angekündigte Option und lassen Sie sich Verfügbarkeit und Fahrzeugdaten schriftlich bestätigen.
Der passende Antrieb
Der Ladealltag ist der schnellste Weg zur passenden Antriebsart. Ohne Steckdose kommen die Vollhybride von ASX und Grandis infrage. Wer regelmäßig zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann und rein elektrisch fahren möchte, prüft den Eclipse Cross. Beim Outlander hängt der Nutzen des Plug-in-Hybrids davon ab, ob die Batterie im Alltag häufig geladen wird.
Ohne regelmäßiges Laden
Der Vollhybrid in ASX oder Grandis benötigt keine externe Lademöglichkeit. Die Fahrbatterie wird während der Fahrt geladen. Ein Mildhybrid unterstützt dagegen den Verbrennungsmotor; er ersetzt weder einen Vollhybrid noch ein Elektroauto und wird nicht an einer Steckdose geladen.
Vergleichen Sie bei den beiden Vollhybriden die Verbrauchsangaben, den Endpreis und die gewünschte Fahrzeuggröße. Die vom Hersteller angegebenen Werte sind Prüfstandswerte und kein eigener Verbrauchsnachweis für Ihr Fahrprofil. Wer häufig kurze Stadtstrecken fährt, sollte die Probefahrt möglichst auf den typischen Wegen planen.

Mit Ladeplatz zu Hause
Der Eclipse Cross eignet sich als Prüfoption, wenn Sie regelmäßig laden und überwiegend elektrisch fahren möchten. Klären Sie vorher, ob die angebotene Ausführung den gewünschten Wechselstromlader hat und ob die öffentliche Ladeinfrastruktur für Ihre längeren Strecken ausreicht. Die maximale Ladeleistung allein verrät nicht, wie schnell eine konkrete Fahrt geladen wird.
Beim Outlander sollten Sie die täglichen Strecken und die tatsächlichen Lademöglichkeiten in die Rechnung einbeziehen. Wer selten lädt, sollte seine Kosten nicht anhand des gewichteten Benzinverbrauchs kalkulieren, sondern den Wert bei entladener Batterie berücksichtigen.
Bei langen Strecken
Aus den veröffentlichten Herstellerangaben lässt sich kein belastbarer Autobahn-Verbrauchssieger ableiten. Kalkulieren Sie die Gesamtkosten mit dem individuellen Endpreis, den Finanzierungskosten, dem Energiebedarf, Versicherung, Wartung, Reifen und einem realistischen Restwert. Für einen fairen Vergleich sollten die verglichenen Fahrzeuge dieselbe Nutzung abdecken, etwa ähnliche Jahresfahrleistungen und denselben Anteil an Autobahnfahrten.
Auch die Garantie gehört in den Kostenvergleich. Mitsubishi bewirbt für bestimmte ab 2025 neu eingeführte Modelle ein Paket mit bis zu acht Jahren Schutz. Es verbindet fünf Jahre Herstellergarantie bis 100.000 Kilometer mit bis zu drei jährlichen Anschlussgarantien bis maximal 160.000 Kilometer. Die Anschlussgarantie ist an die vorgeschriebene Wartung bei einem autorisierten Mitsubishi-Servicepartner gebunden und deckt nicht denselben Umfang wie die Herstellergarantie ab. Für Hybrid- und Elektrofahrzeuge nennt Mitsubishi zusätzlich eine Fahrbatteriegarantie von acht Jahren bis 160.000 Kilometer. Prüfen Sie die Garantiebedingungen für das konkrete Modell und lassen Sie sich Wartungspflichten und abgedeckte Bauteile schriftlich erläutern.
Für eine Probefahrt empfiehlt sich ein praktischer Abgleich: Nehmen Sie Kindersitz, Kinderwagen oder das übliche Gepäck mit. Prüfen Sie die Sitzposition vorne und hinten, die Ladekante und den Ein- und Ausstieg. Wenn Sie einen Anhänger ziehen oder eine bestimmte Sitzplatzzahl benötigen, lassen Sie die zulässigen Werte und die konkrete Fahrzeugausführung im Angebot bestätigen.
Kernaussagen:
- Wählen Sie nach Ihrem Ladealltag: ASX und Grandis gibt es als Vollhybride ohne externes Laden, der Eclipse Cross fährt elektrisch und der Outlander ist ein Plug-in-Hybrid.
- Prüfen Sie den Platz mit Ihrem eigenen Gepäck: Beim Grandis hängt der verfügbare Gepäckraum von der Position der Rückbank ab.
- Vergleichen Sie Aktionspreise mit dem Endpreis: Überführung und mögliche Lackierungsaufpreise kommen hinzu.
- Klären Sie offene Fahrzeugangaben vor dem Kauf: Dazu zählen die Bestellbarkeit der zweiten Eclipse-Cross-Batterievariante und der widersprüchlich ausgewiesene Stromverbrauch des Outlander.
- Lesen Sie die Garantiebedingungen: Die beworbenen bis zu acht Jahre Schutz umfassen eine wartungsabhängige Anschlussgarantie und bedeuten nicht acht Jahre uneingeschränkte Herstellergarantie.
Häufige Fragen
Welcher Mitsubishi ist aktuell am günstigsten?
Unter den vier ausgewerteten Einstiegsaktionen liegt der ASX Diamant 1.2 Turbo mit 21.990 Euro am niedrigsten. Das ist ein befristeter beziehungsweise bestandsabhängiger Aktionspreis, kein Vergleich jeder Motorisierung. Überführung und mögliche Lackierungsaufpreise kommen hinzu.
Welcher Mitsubishi-Hybrid braucht keine Steckdose?
Die Vollhybridversionen von ASX und Grandis benötigen kein externes Laden. Der Outlander ist dagegen ein Plug-in-Hybrid, dessen Batterie extern geladen werden kann.
Ist der aktuelle Eclipse Cross ein Plug-in-Hybrid?
Nein. Die aktuelle deutsche Modellseite beschreibt den Eclipse Cross als Elektroauto. Bei älteren Fahrzeugen oder Angeboten sollten Sie Generation und Antriebsart ausdrücklich prüfen.
Hat jeder Mitsubishi acht Jahre volle Herstellergarantie?
Nein. Das beworbene Paket verbindet die Herstellergarantie mit einer bedingten Anschlussgarantie. Wartung, Laufleistung und Umfang der abgedeckten Bauteile sind zu beachten.